HPV Typisierung

Die HPV Typisierung dient einerseits bei unklarem Abstrichergebnis als Entscheidungshilfe bezüglich der weiteren Vorgangsweise, denn ohne positiven Virusnachweis ist eine schwerwiegende Veränderung unwahrscheinlich.
Andererseits hängt der weitere Verlauf ein bisschen vom Virustypus ab. So wird man HPV 16 und 18 schwerer wieder los, als die anderen Viren der High Risk Gruppe.

Die vielfach durchgeführte Virustypisierung bei Feigwarzen halte ich nicht für sinnvoll, da diese so gut wie immer von der Low Risk Gruppe verursacht werden.

Ebenfalls nicht sinnvoll ist es meiner Meinung nach, den HPV-Nachweis zur Routineuntersuchung zu machen, wenn weder ein auffälliger Pap-Abstrich, noch eine sichtbare Veränderung am Muttermund vorliegt. Ein positiver Virusbefund hätte keine Konsequenzen, führt aber zur Verunsicherung der betroffenen Patientin.

Für geradezu gefährlich halte ich Tendenzen, auf den Pap-Abstrich zugunsten der Virustypisierung zu verzichten.

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